Sexuelle Störungen

  1. Mangel oder Verlust des sexuellen Verlangens – sexuelle Aktivitäten werden selten oder nie gezeigt.

  2. Sexuelle Aversion – sexuelle Vorstellungen und Handlungen werden vermieden, weil sie stark negative Gefühle verursachen.

  3. Versagen genitaler Reaktion (erektile Dysfunktion) – Erektionsstörungen / bei den Frauen Mangel an vaginaler Lubrikation – Selbstbefriedigung und Verkehr mit anderen Partner verlaufen meist unproblematisch.

  4. Nichtorganischer Vaginismus – Spasmus / Krampf der Beckenbodenmuskulatur.

  5. Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio Praecox) – die Ejakulation erfolgt unkontrolliert verfrüht.

  6. Mangelnde sexuelle Befriedigung (Hyporgasmie) – Der sexuelle Reaktionszyklus verläuft normal, jedoch wird der Orgasmus als nicht befriedigend erlebt.

  7. Orgasmusstörung (Anorgasmie) – der Orgasmus tritt nicht oder nur stark verzögert ein.

Sexuelle Persönlichkeitsstörungen:

  1. Transsexualismus – Dringender Wunsch (seit min. 2 Jahren) zum anderen Geschlecht zu gehören.

  2. Transvestitismus unter Beibehalt beider Geschlechtsrollen – tragen gegengeschlechtlicher Kleidung bei fehlendem Wunsch nach Korrektur des Geschlechts.

  3. Störung der Geschlechtsidentität im Kindesalter – eine präpubertäre Überzeugung zum anderen Geschlecht zugehörig zu sein.

  1. Fetischismus – Gebrauch von einzelnen Teilen des weiblichen Körpers oder unbelebten Objekten zur sexuellen Erregung

  2. Fetischistischer Transvestitismus – Kleidung des anderen Geschlechtes wird zur eigenen sexuellen Erregung getragen.

  3. Exhibitionismus – Entblößung der eigenen Genitalien in der Öffentlichkeit bei fehlendem Wunsch nach näherem Kontakt.

  4. Voyeurismus – Drang anderen Menschen heimlich bei sexuellen Aktivitäten oder Ausziehen zu beobachten, wobei es zur sexuellen Erregung kommt.

  5. Pädophilie – sexuelle Präferenz für vorpubertäre Kinder.

  6. Sadomasochismus – Zufügen oder Erleiden von Schmerzen, Fesseln und Erniedrigungen werden als sexuell erregend erlebt.

  1. Sexuelle Reifungskrise – Unsicherheit bezüglich der Geschlechtsidentität und der sexuellen Entwicklung, die nach längerer Beziehung zur Änderung der sexuellen Orientierung führt.

  2. Ichdystone Sexualorientierung – eindeutige, aber abgelehnte sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität.

  3. Sexuelle Beziehungsstörung – Die Störungen der sexuellen Präferenz oder die Geschlechtsidentität verursachen bei der Aufrechterhaltung oder bei der Aufnahme von Beziehungen Schwierigkeiten.

! Achtung:

Die Therapeuten unterlegen der therapeutischen Schweigepflicht bezüglich aller in der Vergangenheit liegenden Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs, die ihnen im Laufe der therapeutischen Zusammenarbeit bekannt werden. Die Verletzung dieser Schweigepflicht ist strafbar. Dasselbe gilt ebenso für jegliche Informationen, die im Laufe der Therapie dem Therapeuten anvertraut werden.

Alle oben aufgezählten Störungen werden als solche diagnostiziert:Nur beim subjektiven Leidensdruck der Betroffenen oder der Opfer!